Kleine Tricks, große Wirkung

Alle reden vom Klimawandel und seinen Folgen, doch was kann ich als EinzelneR dagegen schon tun? Im Moment verursacht ein Mensch in Deutschland durchschnittlich ca. 11,9 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Wollen wir die Erwärmung der durchschnittlichen Lufttemperatur auf unter 2° Grad beschränken, dürften es max. 2 Tonnen CO2-Äquivalent sein. Neben Kohlenstoffdioxid (CO2) tragen auch andere Treibhausgase wie Methan zum Klimawandel bei. Um ihre Auswirkungen auf die Atmosphäre besser miteinander vergleichen zu können, rechnen WissenschaftlerInnen ihre Wirkung im Verhältnis zu der von CO2 um. Diese Werte werden als CO2-Äquivalent bezeichnet. Indem wir vom CO2-Äquivalent ausgehen, werden die verschiedenen Treibhausgase und ihre schädliche Wirkung berücksichtigt.

Was wir essen, wie wir uns fortbewegen, was wir kaufen: Fast jede Wahl im Alltag verursacht den Ausstoß von Treibhausgasen. Die gute Nachricht ist, dass wir mit jeder Entscheidung eine Möglichkeit zum Handeln haben. Eine Person alleine kann den Klimawandel nicht beeinflussen? Alleine vielleicht nicht, aber in der Region Hannover leben 1,2 Millionen Menschen. Je mehr mitmachen, desto größer die Wirkung für unser Klima!

Werde KlimaHeldin!

Einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten ist gar nicht so schwer, wie es scheint! Ob ein autofreier Ausflugstipp oder ein saisonales Rezept - mit der „KlimaHelden“-App bekommst du jeden Tag eine einfache Idee auf dein Handy geschickt, wie du mit kleinen Änderungen im Alltag etwas bewegen kannst. Während sich bei Veranstaltungs- und Ausflugstipps alles um die Region Hannover dreht, können alle anderen Vorschläge überall umgesetzt werden.

Jeden Tag hast du die Wahl, ob du die neue Idee für dich umsetzt – je nach Lust und Zeit. Bestätigst du mit Mache ich! die Idee, bekommst du dafür Klimapunkte. In einer Übersicht kannst du dann auf einen Blick sehen, wie du mit deinem Alltag deine Klimabilanz beeinflusst. In einigen Fällen ist es sogar möglich, die genaue Menge Treibhausgase zu errechnen, die du einsparst. Auch dazu findest du eine Übersicht in der App. Gerade unterwegs und keine Zeit Glühbirnen durch LEDs zu ersetzen? Unter Offene Ideen kannst du die letzten Ideen sieben Tage lang nachlesen und umsetzen. Den Tortelliniauflauf willst du in ein paar Wochen für Freunde kochen? Markiere ihn als Favoriten und greife darauf zurück, wann immer du möchtest. Punkte erhältst du jedoch nur für die Umsetzung innerhalb der sieben Tage.

Bedeutet Klimaschutz Verbote und Verzicht? Nein! Das zeigt die „KlimaHelden“-App. Denn dabei gehören Klimaschutz und Spaß zusammen. Meist sparen die kleinen Tricks sogar bares Geld. Trotzdem entdeckst du Neues und lernst nebenbei deine Region noch besser kennen. Mach mit und werde KlimaHeldIn der Region Hannover!

Gemeinsam für die klimaneutrale Region

„Technischer Fortschritt wird allein nicht ausreichen, um die klimaneutrale Region zu erreichen. Ein allgemeiner Bewusstseinswandel für einen klimafreundlichen Lebensstil ist notwendig. Damit alle gut leben, Ressourcen geschont werden und unsere Region zukunftsfähig bleibt.“
Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover

Die Region Hannover hat sich mit dem „Masterplan Stadt und Region Hannover I 100 % für den Klimaschutz“ das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das bedeutet, dass bis dahin der Treibhausgasausstoß um 95 % gegenüber dem Wert von 1990 gesenkt werden soll. Zusätzlich soll der Energieverbrauch um 50 % sinken. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch die BürgerInnen: Jede und jeder kann helfen, die Region Hannover bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Die „KlimaHelden“-App bietet auf diesem Weg täglich kleine Hilfestellungen und wird von der Region Hannover als Leuchtturmprojekt finanziell gefördert.

Die „KlimaHelden“-App ist ein Projekt des Umweltzentrum Hannover, einem gemeinnützigen Verein. Bereits seit den 1990er-Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema Umweltschutz. Mit der „KlimaHelden“-App wird neben Ausstellungen, Kampagnen und Veranstaltungen nun ein weiterer Weg der Kommunikation genutzt. Alle Angaben zu eingesparten Treibhausgasen beruhen auf Daten des Umweltbundesamtes, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg oder dem Öko-Institut Freiburg.

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